Hinweise und Tipps zur Erstellung von Druckdaten
Welches Programm?
Das Programm muss in jedem Fall Daten im CMYK-Farbraum verarbeiten können und sollte eine Möglichkeit bieten, PostScript-Daten zu erzeugen. Die gängigsten Anwendungen in der Druckvorstufe sind QuarkXPress, InDesign, PageMaker, Illustrator, Freehand, Photoshop und CorelDraw.
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Welches Endformat?
Man unterscheidet das offene und das geschlossene Endformat. Briefbögen beispielsweise haben nur ein offenes Endformat, Faltblätter haben zusätzlich ein geschlossenes Endformat, die Größe die das Faltblatt nach dem Falzen haben soll. Generell sind alle Druckerzeugnisse im offenen Endformat anzulegen.
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Was ist eine Beschnittzugabe?
Bilder oder Flächen, die beim fertigen Endprodukt bis an den Rand des Druckerzeugnisses reichen, müssen im Dokument mindestens 2 - 3 mm über den Rand hinausragen. Diese überstehenden Bereiche werden in der Weiterverarbeitung dann abgeschnitten, weshalb dieser Bereich auch Randabfall, Beschnitt oder Anschnitt genannt wird.
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Welcher Farbraum – RGB oder CMYK?
Zur Farbdarstellung wird entweder das RGB-Farbmodell (additiv) oder das CMYK-Farbmodell (subtraktiv) verwendet. |
RGB:
Abkürzung für Rot, Grün, Blau oder Red, Green, Blue. Farbmodell bei Geräten, die eigene Lichtquellen benutzen, z.B. Monitore. Durch das Addieren von Anteilen der drei Grundfarben werden beliebige Farbtöne gemischt. Sind alle drei Anteile gleich, entsteht Weiß; fehlen alle drei, entsteht Schwarz. |
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CMYK:
Abkürzung für Cyan, Magenta, Yellow und Key (Türkis, Pink, Gelb, Schwarz). Für Drucker erweitertes subtraktives Farbmodell. Dieses Farbmodell wird eingesetzt, wenn für die Farbdarstellung keine Lichtquellen vorhanden sind, sondern Farbeindrücke durch reflektiertes Licht entstehen. Dabei werden einige Farbanteile absorbiert (verschluckt) und nur die restlichen reflektiert. Weißes Licht entsteht, wenn kein Anteil absorbiert wird. |
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Für die Erstellung von Druckdaten bedeutet das: Da Monitore, Scanner und Digitalkameras im RGB-Farbraum arbeiten, Offset- und Digitaldruckmaschinen jedoch den CMYK-Farbraum verwenden, ist es notwendig, dass alle Satzdateien, Bilder und Grafiken in den CMYK Farbraum gewandelt werden. Liegen Daten im RGB-Farbmodus vor, so werden diese möglicherweise falsch ausgewertet, was zu teils erheblichen Farbabweichungen führen kann. |
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Welches Dateiformat?
Man unterscheidet zwei Arten von Druckdaten: offene und PostScript-Daten. Als offene Daten werden Dateien bezeichnet, die im „nativen“ Format einer Anwendung abgespeichert werden. In diesem Format bleiben alle Bearbeitungsfunktionen erhalten und es können noch kurzfristig Änderungen vorgenommen werden. Meist ist es erforderlich, verwendete Bilder und Schriften mitzuliefern. Native Formate sind beispielsweise CDR (CorelDraw), PSD (Photoshop), AI (Illustrator) und INDD (InDesign).
PostScript-Daten (z.B. EPS und PDF) sind geschlossene Dokumente, die bereits alle benötigten Informationen, Bilder und Schriften enthalten und sich nur bedingtnachbearbeiten lassen. Das Erstellen von PostScript-Dateien erfordert Grundkenntnisse in der Druckvorstufe. |
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Wie erzeugt man eine PDF-Datei?
Das Portable Document Format (PDF) ist aufgrund seiner Plattformunabhängigkeit sowie der layoutgetreuen Wiedergabe der Ursprungsdateien gut für die Weitergabe Ihrer Arbeit geeignet und zugleich mit relativ wenig Aufwand zu erstellen. Für die unten beschriebene Umwandlung in das PDF-Format müssen die entsprechenden Dateien im Postscript-Format vorliegen. |
Postscript-Datei erstellen:
Die erforderliche PostScript-Datei erhält man durch Drucken „in eine Datei“ aus dem Anwendungsprogramm heraus, wobei im Anwendungsprogramm als Drucker ein PostScript-Drucker eingestellt sein muss. Um eine PostScript-Datei zu erzeugen, ist es nicht erforderlich, dass ein PostScript-Drucker „physikalisch“ vorhanden ist, es muss lediglich der Druckertreiber für einen PostScript-Drucker installiert sein. Als PostScript-Druckertreiber eignet sich besonders gut AdobePS, der bei der Installation der Acrobat-Software mitinstalliert wird, aber auch bei Adobe frei zum Download zur Verfügung steht.
Während der Installation von AdobePS muss eine Druckerbeschreibungsdatei (ppd-File) für ein konkretes Druckermodell angegeben werden. Solche ppd-Files für eine Vielzahl von Druckern sind ebenfalls bei Adobe auf den o.g. Seiten abrufbar. Zur PostScript-Erzeugung für PDF wählt man am besten eine „Distiller-ppd“ (z.B. ADISTILL.PPD).
PDF-Datei erstellen:
Starten Sie den Acrobat Distiller. Wählen Sie im Menü Distiller den Punkt „Einstellungen“. Vor allem zwei Einstellungen sind wichtig:
1. Sollten Sie mit der Version Acrobat 6.0 arbeiten müssen Sie unter den allgemeinen Einstellungen die Kompatibilität auf Acrobat 5.0 setzen!
2. Im Menü Schriften (Fonteinbettung) müssen Sie alle verwendeten Schriften in Ihre PDF-Datei einbetten. Schließen Sie die Einstellungen und wählen Sie das Menü „Datei öffnen“. Wählen Sie die gewünschte PostScript-Datei aus. Der Distiller beginnt sofort mit seiner Arbeit und eine PDF-Datei mit dem gleichen Namen wie die PostScript-Datei wird erzeugt.
Prüfen der PDF-Datei:
1. Prüfen Sie zunächst, ob das Seitenlayout sich nicht verschoben hat. Dazu bietet es sich an, den Reader im Seitenansichtsmodus zu betreiben. Der Text lässt sich so zwar nicht lesen, beim optischen Vergleich der Seitenerscheinung kann man Abweichungen aber schnell feststellen.
2. Prüfen Sie, ob auch alle Zeichen des verwendeten Zeichensatzes korrekt wiedergegeben werden. Dies wird nur dann ein Problem sein, wenn Sie ungewöhnliche Zeichensätze verwenden, die im Standardpostscript nicht enthalten sind. Abhilfe schafft hier, wenn Sie beim Erstellen der Postscriptdatei auch die Fonts mit in die Postscriptausgabe exportieren.
3. Drucken Sie testweise einige charakteristische Seiten aus der PDF-Datei aus, die bevorzugt Formeln, Strichzeichnungen und (farbige) Grafiken enthalten sollten und beurteilen die Qualität der Ausdrucke. |
Warum Schriften einbetten?
In offenen Dateien lassen sich Schriften nicht einbetten sondern müssen mitgeliefert werden, da diese sonst möglicherweise durch Ersatzschriften ausgetauscht werden und das gesamte Satzbild zerstört wird. Grafikprogramme (Illustrator, Freehand und CorelDraw) verfügen über eine Funktion, Schriften in Zeichenwege umzuwandeln. Nach dieser Konvertierung ist jeder Buchstabe ein Objekt, das nicht mehr als Text bearbeitet werden kann, das Mitliefern der Schrift entfällt dadurch. In geschlossenen Dateien werden fehlende Schriften entweder ersetzt (wodurch auch hier das Satzbild zerstört wird) oder lassen sich nicht weiterverarbeiten, wodurch die Datei unbrauchbar wird. |
Was muss bei Bildern beachtet werden?
Neben dem korrekten Farbraum müssen Bilder auch über die richtige Auflösung verfügen (Farbbilder: 300 dpi, Strichgrafiken: mind. 1000 dpi). Eine stark zu niedrige Auflösung führt zu Qualitätsverlusten. Weiterhin ist die Größe des Bildes von Bedeutung. Bilder sollten immer in der Größe vorliegen, wie sie im Dokument benötigt werden. Nachträgliche Skalierung führt in der Regel ebenfalls zu Qualitätsverlusten. |
Wozu Überfüllung?
Flächen von unterschiedlicher Farbe sind auf Filmen oder Druckplatten normalerweise ausgespart. Durch die mechanischen Prozesse in der Druckmaschine kann es aber zu einer physikalischen Veränderung des Bedruckstoffes kommen, dass diese Flächen nicht mehr passgenau sind – sie „blitzen“. Diese Papierdehnung ist meist sehr gering und kann durch Überfüllung kompensiert werden. |
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